Man könnte sagen, dass die Fasnacht den Winter vertrieben hat. Und auch Regen ist schon lange nicht mehr im Argovialand gefallen. «Grund dafür ist ein stabiles Hochdruckgebiet, welches zuerst bei den britischen Inseln war und nun bei Osteuropa steht – dieses starke Hoch blockiert die restlichen Tiefdruckgebiete», erklärt Klaus Marquardt von Meteonews.
Hochdruckgebiete bedeuten tendenziell schönes und lang anhaltendes Wetter. Tiefdruckgebiete hingegen sorgen für tendenziell schlechteres und kürzer anhaltendes Wetter. In Spanien bilden sich momentan zwar Tiefdruckgebiete, aber: «Durch das Hoch kann es nicht nach Osten wegziehen.»
Schönes Wetter hält weiter an
Wie lange diese sonnige Periode anhält, ist noch unklar. Vereinzelt könnten laut Meteorologe Klaus Marquardt an einigen Stellen Tropfen fallen, vermutlich jedoch am Jura entlang. Was hingegen klar ist: Je länger es trocken bleibt, desto eher wird das zu einem Problem. «Momentan ist dieses Wetterphänomen noch nicht problematisch», meint Marquardt. «Aber wenn sich dies bis in den April verlängert, kann es für die Landwirtschaft problematisch werden.»
Saharastaub erreicht die Schweiz
Nebst dem schönen Wetter beschäftigt die Schweiz auch der Saharastaub. In der kommenden Nacht kommt laut Meteonews eine Warmfront in Kombination mit dem Saharastaub über den Alpenraum. Sichtbar ist dieses Phänomen am Himmel: Es zeigt sich ein Farbenspiel zwischen Ziegelrot und Ockergelb. Auch das Morgen- und Abendrot kann verstärkt werden. Es lohnt sich also, einen Blick aus dem Fenster zu werfen. «Vor Marokko und der südlichen iberischen Halbinsel hat sich ein Tiefdruckgebiet gebildet», erklärt Marquardt das Phänomen. Dieses Tief sorgt dafür, dass es in der algerischen Wüste viel Wind hat. «Dieser Wind verfrachtet den Staub in höhere Luftschichten. Das Tief schaufelt anschliessend diesen Saharastaub in Richtung Südwesten und Mitteleuropa.»
Auto nass reinigen
Gefährlich ist der Saharastaub an und für sich nicht, meint Klaus Marquardt. Allerdings sollte man aufpassen bei der Reinigung des Autos: «Am besten wäscht man das Auto zuerst ordentlich nass.» Denn die kleinen Mineralpartikel des Saharastaubs sind scharfkantig und könnten das Auto verkratzen.