Krieg in der Ukraine

Der Wunsch nach Frieden: Zwei Betroffene aus dem Aargau erzählen

24. Februar 2022, 20:25 Uhr
Seit dem frühen Donnerstagmorgen befindet sich die Ukraine im absoluten Ausnahmezustand. Was alle für undenkbar gehalten haben, ist eingetreten: Es herrscht Krieg. Eine Ukrainerin und eine Russin, die im Aargau wohnen, erzählen von ihren Ängsten, Sorgen – und Hoffnungen.

Quelle: TeleM1

Ludmilla Laube lebt in der Schweiz – genauer gesagt im aargauischen Waltenschwil. Von dort aus verfolgt sie, was sich in ihrem Heimatland Ukraine gerade abspielt. Es sind Bilder, die der Ukrainerin sehr nahe gehen. Es ist nicht allzu lange her, da lebte ihre Familie noch in der Donbass-Region. Vor über einem Jahr ist sie mit ihr dann aber in die Schweiz geflüchtet, weil die Zustände rund um den Krim-Krieg nicht mehr tragbar gewesen seien.

Volk will keine Feindseligkeit

Jetzt zu sehen, was in ihrer Heimat passiert, treibt Ludmilla Laube die Tränen in die Augen: «Die Leidtragenden sind wir alle. Historisch gesehen sind die Ukraine und Russland so stark verbunden – sie sind wie Bruder und Schwester», so Laube gegenüber Tele M1. Es sei nicht möglich, sich gegenseitig als Feind zu sehen.

Diese Meinung teilt auch die 16-jährige Barbara Sherman aus Moskau. Die junge Russin verbringt zurzeit ihr Austauschjahr in Aarau. «Ich finde es schade, weil Russland und die Ukraine eigentlich historisch sehr eng miteinander verbunden sind. Es ist schade, dass sie sich so streiten», so die Austauschschülerin.

«Jeden Tag sterben Menschen»

Zahlreiche Menschen, sowohl Soldaten als auch Zivilisten, sind in den ersten Stunden des Krieges bereits gestorben. Viele weitere wurden schwer verletzt oder sind auf der Flucht.

Quelle: CH Media Video Unit / Katja Jeggli

Für Ludmilla und Barbara ist klar: Der Krieg muss sofort wieder aufhören. Ludmilla mahnt: «Jeden Tag sterben Menschen.» Barbara wünscht sich derweil «eine Lösung, dass es wieder Frieden auf dieser Welt gibt».

Hier kannst du die Entwicklungen in der Ukraine laufend mitverfolgen.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday / Tele M1
veröffentlicht: 24. Februar 2022 20:33
aktualisiert: 24. Februar 2022 20:33
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