Dietikon

Frau beschuldigt Schwiegervater für Delikt von Ehemann

· Online seit 28.06.2023, 14:38 Uhr
Eine Frau macht sich strafbar, weil sie ihren Ehemann schützen wollte. Er hat einen Selbstunfall gebaut – ohne Führerscheinausweis. Aus Angst, dass der Mann ins Gefängnis muss, beschuldigt das Paar dessen Vater. Überwachungskameras bringen den Schwindel ans Licht.
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Vor knapp zwei Jahren baute ein Mann in Spreitenbach einen Selbstunfall – ohne Führerausweis. Der wurde ihm entzogen. Der Nordmazedonier war auf dem Weg in die Ikea und lenkte derart schnell in eine Linkskurve, dass er rechts von der Strasse abkam, ins Wiesenbord krachte und der Wagen auf der Gegenfahrbahn landete, wie die Limmattaler Zeitung schreibt.

Die Frau war nach dem Vorfall besorgt, dass der Mann ins Gefängnis muss. Deshalb hat sie entschieden, den Schwiegervater als Sündenbock hinzustellen. Die Ikea-Überwachungskameras haben den Schwindel jedoch aufgedeckt.

Am Dienstagmorgen musste sich das Paar, das getrennt lebt, vor dem Gericht verantworten. Der Mann soll wegen seiner vielen Straftaten ausgeschafft werden. Unter anderem wird ihm Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Drogenkonsum vorgeworfen.

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Zur Frau meinte der Richter: «Sie scheinen nicht die treibende Kraft gewesen zu sein bei dieser falschen Geschichte», wie die Limmattaler Zeitung weiter berichtet. Sie wird mit einer bedingten Freiheitsstrafe von zehn Monaten und einer Busse von 2000 Franken bestraft.

(joe)


veröffentlicht: 28. Juni 2023 14:38
aktualisiert: 28. Juni 2023 14:38
Quelle: ZüriToday

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