Nachhaltigkeit

Nachfrage nach Secondhand-Handys steigt – aber lohnt sich das?

13.03.2023, 10:02 Uhr
· Online seit 13.03.2023, 09:42 Uhr
Millionen von Handys werden jedes Jahr neu gekauft. Jedoch steigt auch die Zahl an Smartphones, die ein zweites Leben erhalten, wie eine neue Auswertung zeigt. Ein Digitalexperte erklärt, ob es sich lohnt, ein Handy aus zweiter Hand zu kaufen.
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Der steigende Kostendruck wirkt sich immer mehr auf unseren Alltag aus. Auch beim Handykauf achten Schweizerinnen und Schweizer vermehrt auf den Preis – und greifen immer mehr zum Handy aus zweiter Hand. Das zeigt eine Auswertung vom Onlineportal verkaufen.ch. Gegenüber dem Vorjahr wurden gut ein Drittel mehr Occasion-Handys verkauft.

Potential beim Recycling nach wie vor gross

Damit den Handys überhaupt ein zweites Leben geschenkt werden kann, müssen sie zuerst den Weg aus der Schublade finden – und genau das ist das Problem. Laut dem Onlineportal liegen in der Schweiz rund 8 Millionen Handys ungenutzt herum. Diese können nicht nur zu Geld gemacht werden, sondern man kann so auch etwas für die Umwelt machen. Falls sie nicht mehr aufbereitet werden können, können zumindest die wertvollen Rohstoffe wiederverwertet werden.

«Handy aus zweiter Hand zu kaufen, lohnt sich»

«Ein Secondhandy zu kaufen lohnt sich durchaus. Die einzelnen Komponenten in den Handys, wie Kamera oder Prozessor sind mittlerweile so gut, dass sie jahrelang halten. Ausserdem kann man viel Geld sparen, wenn man die ältere Generation eines Smartphones kauft oder auf Secondhand zurückgreift», sagt Jean-Claude Frick, Digitalexperte bei Comparis.

Grundsätzlich könne man ein Handy problemlos fünf bis sechs Jahre lang nutzen. Das Hauptverschleissteil sei der Akku, den man jedoch austauschen könne. Das lohne sich vor allem bei Premiummodellen – sprich Handys, die um die 1000 Franken kosten, wie Samsung- oder Applegeräte. «Bei günstigen Handys lohnt es sich nicht, den Akku zu erneuern», so Frick.

veröffentlicht: 13. März 2023 09:42
aktualisiert: 13. März 2023 10:02
Quelle: FM1Today

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