Deutschland

Vorsicht: Rasen wird auf deutschen Strassen teurer

8. Oktober 2021, 15:26 Uhr
Am Freitag hat der deutsche Bundesrat einen neuen Bussgeldkatalog verabschiedet. Vor allem Raserei wird empfindlich gebüsst. Neue Bussgelder sollen ab Mitte November in Kraft treten.
Rasen in Deutschland wird teurer
© Getty (getty)

Strassenvergehen in Deutschland werden teurer. Der deutsche Bundesrat hat am Freitag einen neuen Bussgeldkatalog beschlossen. Neben Falschparkern müssen vor allem Raser nun tiefer in die Tasche greifen. Was aber nun genau teurer wird und vor allem, ab wann die neuen Bussgelder gelten, erfährst du hier.

Bis zu 700€ Bussgeld möglich

Beispiel Grenzgänger: Solltest du schnell mal über die Grenze zum Bäcker oder dein Päckli abholen, dann pass auf, dass du nicht auf einem Gehweg parkierst. Das wird jetzt statt mit 35 € mit bis zu 110 € gebüsst. Neu in den Katalog kommt, dass das unerlaubte Nutzen oder Durchfahren einer Rettungsgasse in etwa 200 bis 320 € kostet und obendrauf gibt es noch einen Monat Fahrverbot als Bonus hinzu. Vor allem Raserei auf den deutschen Strassen ist für viele ein Ärgernis und deswegen gibt es dann einfach härtere Strafen. Liegen die Preise bei bis zu 10 km/h zu schnell noch im moderaten Bereich mit 30 € innerorts und 20 € ausserorts, so sind es bei bis zu 50 km/h zu viel auf dem Tacho schon deutlich mehr – 400 € innerorts und 320 € ausserorts. Der Bussgeldkatalog endet bei 70 km/h und erleichtert dich um schlappe 700 € bzw. 600 € ausserorts. Da hilft auch keine Toleranz mehr.

Die Reaktionen auf die erhöhten Strafen fallen dabei eher verhalten aus. So ganz überzeugt ist man davon noch nicht.

Eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums erklärte gegenüber der deutschen «Bild»-Zeitung, dass der neue Bussgeldkatalog frühestens in einem Monat in Kraft trete. Bis dahin gelten noch die alten Bussgelder. Also aufgepasst, wenn du das nächste Mal zum Einkaufen über die Grenze fährst. Der Einkauf könnte dann ab November teurer werden als gedacht.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 8. Oktober 2021 18:15
aktualisiert: 8. Oktober 2021 18:15
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