HSC Suhr Aarau

Innenbandriss am Fuss: Kein Abschiedsspiel für Manuel Zehnder?

7. April 2022, 14:35 Uhr
Die Verletzungshexe hat beim HSC Suhr Aarau einmal mehr zugeschlagen – nun hat es auch Topskorer Manuel Zehnder und Co-Captain Sergio Muggli erwischt. Kommt Zehnder nicht rechtzeitig zurück, könnte das Spiel vom Sonntag bereits sein letztes im HSC-Dress gewesen sein.
Manuel Zehnder vom HSC Suhr Aarau
© Aargauer Zeitung / Alex Wagner Photography

Der HSC Suhr Aarau schied am Sonntag gegen Drammen HK aus dem Europa-Cup aus. Fast schmerzhafter war aber die Verletzung vom Topskorer und Eigengewächs Manuel Zehnder. «In den ersten Minuten des Spiels habe ich in einer Verteidigungsaktion den Gegner angesprungen», so Zehnder gegenüber ArgoviaToday. «Ich landete mit meinem rechten Fuss auf dem Fuss vom Gegner.» Zehnders Fuss wurde getaped, er biss auf die Zähne und spielte weiter. «Ungefähr in der 50. Minute bin ich mit dem selben Fuss nochmal genau gleich umgeknickt, habe das Spiel aber noch fertig gespielt und bin am nächsten Tag zum Arzt.» Die Diagnose nach dem MRI: Innenbandriss am rechten Fuss.

Dauer der Verletzungspause noch unklar

Ob Zehnder operiert werden muss und wie lange er ausfällt kann erst am Freitag bestimmt werden, denn aktuell ist die Schwellung an Zehnders Fuss noch nicht genügend abgeklungen. «Die Schwellung gibt meinem Fuss Stabilität. Wenn die Schwellung weg ist, sehen wir, wie stabil mein Fuss effektiv ist», so das Aarauer Eigengewächs. Ist der Fuss stabil genug, kann von einer Operation abgesehen werden und Zehnder dürfte in sechs bis acht Wochen wieder auf dem Platz stehen. Muss er sich einer Operation unterziehen, kann er bis zu drei Monate ausfallen.

Kein Abschiedsspiel?

Muss Zehnder operiert werden, war das Europacup-Spiel am Sonntag bereits sein letztes Spiel im Dress des HSC Suhr Aarau. Der Top-Shooter wechselt nach der Saison in die Deutsche Bundesliga zum HC Erlangen. «Das ist ein mulmiges Gefühl und wäre sehr schade», sagt Manuel Zehnder. «Aber so weit denke ich noch gar nicht. Ich bin einfach zuversichtlich, dass die Diagnose am Freitag gut sein wird, ich in sechs Wochen wieder spielen kann und wir dann im Playoff-Halbfinal stehen.»

«Meistertitel im Schachen»

Trotz den vielen Verletzungen malt Zehnder dem HSC in den Playoffs gute Chancen aus: «Ich bin zuversichtlich, dass wir das Viertelfinale überstehen und dann wartet im Halbfinal entweder Pfadi Winterthur oder die Kadetten Schaffhausen. Da sind wir eher Aussenseiter aber wir haben die Kadetten und die Pfadi beide schon geschlagen in dieser Saison – also die Hoffnung ist definitiv da, dass wir weiterkommen.» Sein Wunsch vor dem Wechsel in die Bundesliga: «Der Meistertitel im Schachen. Da würde ich einiges dafür geben.»

Egal wie es kommt, Zehnder ist stolz: «Wir haben beim HSC schon lange sehr viele Verletzte. Wir haben gezeigt, dass wir trotz Verletzungen immer wieder erfolgreich sein können und wir haben uns auch so auf den vierten Platz gekämpft. Auch ein verletzungsgeplagtes HSC-Team kann Spiele in der Nati A gewinnen und das ist das Wichtigste momentan.»

Auch Co-Captain Muggli out

In der Partie gegen Drammen HK hat sich auch Sergio Muggli verletzt. Der Co-Captain vom ebenfalls seit Längerem verletzten Tim Aufdenblatten hat sich einen Mittelhandknochen in der linken Hand gebrochen. Er wird am Freitag von einem Handspezialisten in Basel operiert. Auch der Regisseur wird vorerst nicht mittun können. Wie lange, ist allerdings noch unklar. Die Namensliste des HSC-Lazaretts wird damit immer Länger und fordert von Trainer Aco Stevic fürs letzte Qualifikationsspiel am kommenden Freitag bei Kriens-Luzern (ab 19.45 Uhr im Livestream) Kreativität in der Mannschaftsaufstellung. Das Motto müsse aber bleiben: «Aus jeder Situation das Beste machen!», sagt Sportchef Mike Conde. Es sei aber «schon verrückt, wie viele Verletzungen von Stammspielern wir in dieser Saison zu beklagen haben.»

(mfr)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 5. April 2022 18:28
aktualisiert: 7. April 2022 14:35
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