Summende Plage

Kein Jucken mehr: Was wirklich gegen Mücken hilft

· Online seit 25.07.2023, 13:13 Uhr
Während warmen Sommernächten machen sich unzählige von ihnen auf die Jagd nach frischem Blut: Stechmücken. Zwar kennt jeder von uns noch alte Hausmittelchen gegen die Plagegeister, doch die meisten davon nützen nichts. Unsere besten Tipps.
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Ein schöner Sommerabend im Freien. Zirpende Grillen, hohe Temperaturen und ausgelassene Stimmung: Da gibt es nur etwas, was die Euphorie schmälern könnte: Mücken.

Die summenden Biester schwirren einem gerne um die Ohren, fliegen ins Gesicht und am schlimmsten: Stechen einen an Stellen, die tagelang noch jucken. Hier unsere Tipps zur Vertreibung der Plagegeister.

Vergiss die Kerzen

Bislang hat der Autor dieses Textes noch keine Anti-Mücken-Kerze von ihrer Wirkung überzeugt. Meist ziehen die Blutsauger weiterhin ihre Kreise – auch wenn eine Duft-Schnecke irgendwo vor sich hin glimmt. Das Gleiche gilt für Hausmittelchen wie Zitronen mit Nelken oder Knoblauchduft im Atem. Das vertreibt höchstens Gesprächspartner.

Stehendes Wasser vermeiden

Mücken legen ihre Eier ins Wasser. Das gilt aber nicht für den Gartenteich: Denn dort werden die Larven nur von Fressfeinden vertilgt. Brutnester finden sich eher in verstopften Regenrinnen, Pfützen, Abläufe oder offene Regentonnen, schreibt die «Aargauer Zeitung». Leider sind diese Wasserstellen auch für andere Insekten nützlich. Bei der Bekämpfung von Mücken würden diese auch mitleiden.

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Kleidung schützt gegen Stiche

Laut Studien soll helle Kleidung Mücken abschrecken. Warum, ist unklar. Weiter soll eng anliegende Kleidung verhindern, dass sie an die Haut kommen. Und natürlich so wenig nackte Haut wie möglich an der Luft zeigen.

Müffeln vermeiden

Nicht nur aus sozialen Gründen sollte man vermeiden, streng zu riechen. Denn auch Mücken werden vom Schweissgeruch angezogen – neben dem Kohlendioxid in der Ausatemluft. Vor der Dämmerung also duschen und ein frisches Pyjama anziehen hilft.

Quelle: Reuters

Licht ausschalten hilft nicht

Das bringt uns gleich zu einem Mythos: Mücken sind im Gegensatz zu anderen Insekten nicht lichtempfindlich. Anders als Nachtfalter ist denen egal, ob man bei offenem Fenster das Licht eingeschaltet hat oder nicht – sie kommen sowieso.

Mückenschutzmittel auftragen

Gängige Mückensprays versprechen Schutz vor Stichen. Am meisten sollen Mückensprays mit den Wirkstoffen Diethyltoluamid und Icaridin helfen. Leider könnten diese Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Deshalb: Am besten nur die Kleidung in Windrichtung einsprühen.

Elektrische Verdampfer einstecken

Die Mückenstecker sind effektiv. Jedoch lässt sich dazu sagen, dass diese die Raumluft belasten und so über lange Zeit gesundheitsschädlich sind. Gerade für Allergiker und Kinder sollte man von diesem Mittel absehen.

Mechanischen Schutz installieren

Am besten vor Mückenstichen schützt du dich aber mit baulichen Massnahmen. Also: Fliegengitter vor dem Fenster und Moskitonetze über dem Bett. So brauchst du auch keine chemischen Duftstoffe in dein Zimmer zu blasen.

Was tun bei einem Stich?

Erwischt einen eine Mücke, dann gibt es verschiedene Mittelchen, den Stich zu behandeln. In der Apotheke gibt es Produkte, die den Juckreiz lindern sollen. Neben bekannten Salben gibt es auch den Mückenstempel: ein kleines Plastikkreuz, das einige Sekunden lang auf den Stich gedrückt wird. Dadurch soll das Gift der Mücke in tiefere Hautschichten gelangen, wo es schneller abgebaut wird. Das soll aber auch mit dem Fingernagel gehen.

Das neuste Gadget im Kampf gegen beissende Stiche sind Thermo-Stifte: Diese erhitzen sich und strahlen Hitze auf die Stelle aus. Dadurch schüttet der Körper weniger Histamin aus, was den Juckreiz vermindern soll.

Aber auch heisses Wasser, ein erhitzter Löffel oder Münze helfen gegen die Eiweissproteine des Mückengifts. Aber Achtung: Verbrennungsgefahr.

veröffentlicht: 25. Juli 2023 13:13
aktualisiert: 25. Juli 2023 13:13
Quelle: Today-Zentralredaktion

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