«Tagesgespräch»

Jung und dement: «Die Diagnose ist in jungen Jahren sehr schwierig»

20. Mai 2022, 19:59 Uhr
Aktuell leben in der Schweiz knapp 150'000 Menschen mit Demenz. Selbst wenn die Zahl der Demenzerkrankungen mit dem Alter steigt, gibt es durchaus auch Menschen, die deutlich vor der Pension betroffen sind. Über Demenz in jungen Jahren spricht Nadia Leuenberger von «Alzheimer Solothurn».
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Quelle: ArgoviaToday / Severin Mayer

Dass im Alltag etwas vergessen geht, passiert immer wieder – hier spricht man aber noch lange nicht von Demenz. «Ein Anzeichen für Demenz ist, wenn man in den alltäglichen Tätigkeiten nicht mehr zurechtkommt», sagt Nadia Leuenberger von «Alzheimer Solothurn». Ein Beispiel sei das Kochen: «Kochen ist ein recht komplexer Ablauf, wo man viele Sachen hintereinander machen muss. Wenn man da nicht mehr richtig zurechtkommt, sollte man sich abklären lassen.»

Im Rentenalter denkt man schnell an die Demenz, wenn die Eltern oder Grosseltern etwas zerstreut sind. Das ist in jungen Jahren eher nicht der Fall. «Die Diagnose ist in jungen Jahren sehr schwierig», bestätigt Leuenberger. «Die Demenz hat ähnliche Symptome wie viele andere Krankheiten, die wahrscheinlicher sind im jungen Lebensalter», fährt sie fort.

Warum es wichtig ist, Demenz früh zu erkennen und wie gross die Heilungschancen sind, erfährst du im Video.

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Quelle: TeleM1

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 20. Mai 2022 20:21
aktualisiert: 20. Mai 2022 20:21
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