Nach Tesla-Unfall

Sohn von Todesopfer: «Sie wollte wohl ihre Kinder retten, jetzt hat sie uns verlassen»

14.03.2022, 22:35 Uhr
· Online seit 14.03.2022, 20:24 Uhr
Bei der schwerwiegenden Kollision zwischen einem Tesla und einem VW Polo in Lenzburg wurde die Mutter von Eron Abduli so schwer verletzt, dass sie im Spital verstarb. Tele M1 konnte mit dem jungen Mann sprechen.

Quelle: Tele M1 / Archivbeitrag vom 14. März 2022

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Es war ein unüberlegtes Wendemanöver, welches der 42-jährigen Mutter von Eron Abduli aus Dottikon das Leben kostete. Auf der Hauptstrasse in Lenzburg, Fahrtrichtung Hendschiken, direkt beim neuen Autobahnzubringer, will ein Autolenker aus Deutschland seinen Tesla unvermittelt wenden. Es kommt zur Kollision mit dem korrekt fahrenden VW Polo. Am Steuer des Polos sitzt die 19-jährige Schwester von Eron Abduli, sein kleiner Bruder sitzt auf dem Rücksitz. Die beiden kamen mit Schürfungen und Prellungen davon. Nicht aber Abdulis Mutter: Die 42-Jährige erliegt im Spital ihren Verletzungen. «Sie wollte wohl ihre Kinder retten – und jetzt hat sie uns verlassen», so Abduli im Video von Tele M1.

Laut der Aargauer Kantonspolizei sei noch nicht geklärt, weshalb der Tesla-Fahrer eine 180-Grad-Kehrtwendung an dieser Stelle vollzog. Für Eron Abduli gibt es dafür auch keine Erklärung: «Wenn du eine gezogene Linie einfach überfährst und einer anderen Person so den Weg abschneidest, dann frage ich mich, was du in dem Moment überlegt hast. Du hast so einem sechsjährigen Kind einfach die Mutter weggenommen.» Die Familie war auf dem Heimweg nach Dottikon. Die Mutter kam aber nie zu Hause an.

(red.)

veröffentlicht: 14. März 2022 20:24
aktualisiert: 14. März 2022 22:35
Quelle: ArgoviaToday / Tele M1

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