Ukraine

Özdemir will Ukraine bei Weizen-Export helfen

2. Mai 2022, 05:45 Uhr
Der deutsche Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) will der Ukraine helfen, in ukrainischen Häfen festsitzendes Getreide zu exportieren.
Die westlichen Staaten wollen der Ukraine beim Export von Agrarprodukten helfen. (Archivbild)
© KEYSTONE/EPA/SERGEY DOLZHENKO

«Immer wieder erreichen uns Berichte über gezielte Attacken Russlands auf Getreidesilos, Düngerlager, landwirtschaftliche Fläche und Infrastruktur», sagte Özdemir. Dahinter stecke offenbar der Versuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin, «die Ukraine auch als Konkurrenz langfristig auszuschalten».

Özdemir fügte in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland hinzu: «Mit dem wachsenden Hunger in der Welt versucht Russland, Druck aufzubauen. Gleichzeitig kommen Russland die massiv gestiegenen Marktpreise zupass, weil es neues Geld ins Land bringt.»

Beim Treffen der Agrarminister der G7-Staaten Mitte Mai werde er deshalb mit seinen Kolleginnen und Kollegen darüber sprechen, wie der Zugang zu den Weltmärkten für die Ukraine dennoch gewährleistet werden könne, sagte der Grünen-Politiker.

«Wir müssen alternative Verkehrswege ermöglichen. Der Weg über die Schiene kann eine Lösung sein, um Getreide zu exportieren - wenn auch mit viel Aufwand und mit beschränkten Kapazitäten. Wir werden als Bundesregierung alles tun, was geht.»

Die Ukraine war bis Kriegsbeginn einer der weltweit wichtigsten Erzeuger von Weizen sowie ein grosser Mais-Produzent. Viele Länder, etwa in Nordafrika, sind abhängig von günstigem Weizen aus der Ukraine.

Quelle: sda
veröffentlicht: 2. Mai 2022 05:45
aktualisiert: 2. Mai 2022 05:45
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