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Fast 7 Millionen Franken: So viel Geld verdient die Stadt Baden mit dem Gstühl-Blitzer

Grosse Übersicht

So füllt der Gstühl-Blitzer die Stadtkassen in Baden

· Online seit 10.05.2024, 04:45 Uhr
Seit Juli 2020 kann sich der Aargau nicht mehr mit dem Slogan «keine festinstallierte Verkehrsüberwachung» rühmen. Denn seither blitzt eine festinstallierte Anlage an der Gstühl-Kreuzung in Baden. Wir liefern die grosse Übersicht über die bisherigen Einnahmen.
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Nachdem die festinstallierte Blitzeranlage an der Gstühl-Kreuzung in Baden im 2021 das volle Jahr im Einsatz gestanden hatte, konnte erstmals eine Jahresbilanz gemacht werden. Über 2,5 Millionen Franken brachte das neue System zur Verkehrsüberwachung ein. Eine stolze Summe. Ein Blick auf die bisherigen Einnahmen zeigt aber, dass sie sich nicht auf diesem Niveau halten.

Mit über 2,5 Millionen Franken Einnahmen war das Jahr 2021 bislang mit Abstand das ertragreichste. In den beiden darauffolgenden Jahren nahmen die Einnahmen jeweils ab.

Abwärtstrend geht weiter

Für das Jahr 2024 ist derzeit die Gesamtbilanz der Monate Januar bis April abgeschlossen. Vergleicht man diese Periode mit den Jahren 2021, 2022 und 2023, dann zeigt sich folgendes Bild.

Die Tendenz ist somit eindeutig, auch im laufenden Jahr 2024 dürften die Einnahmen weiter abnehmen.

Geschwindigkeit schlägt Rotlicht

Die Stadt Baden unterscheidet bei den Einnahmen zudem zwischen Rotlicht- und Geschwindigkeitsübertretungen. Die total sieben Millionen Franken Einnahmen seit Inbetriebnahme der festinstallierten Verkehrsüberwachung lassen sich also noch weiter aufschlüsseln.

Die Einnahmen der Stadt Baden durch Geschwindigkeitsübertretungen an der Gstühl-Kreuzung belaufen sich bisher auf etwas über 5,7 Millionen Franken, die Einnahmen bei den Rotlichtübertretungen auf über 1,2 Millionen Franken. Über 80 Prozent der Einnahmen kommen somit durch Geschwindigkeitsbussen zustande.

Diese Strafen drohen

In der Schweiz fällt das Nichtbeachten eines Lichtsignals unter das Ordnungsbussenverfahren und wird mit einer Busse in der Höhe von 250 Franken geahndet. Im April 2024 wurde ein Auto aufgrund einer Rotlichtübertretung erfasst, nachdem das Lichtsignal bereits seit fast einer Minute auf Rot gestellt war.

Bei Geschwindigkeitsübertretungen innerorts bestimmt das Tempo die Höhe der Busse. Übertretungen um bis zu 5 km/h werden mit einer Ordnungsbusse von 40 Franken bestraft. Übertretungen um 6 bis 10 Stundenkilometer mit einer Ordnungsbusse in der Höhe von 120 Franken und Übertretungen um 11 bis 15 km/h mit einer Ordnungsbusse von 250 Franken. Eine Geschwindigkeitsübertretung innerorts von mehr als 15 Stundenkilometern zieht eine Anzeige mit sich.

Das Auto, welches bisher mit der grössten Geschwindigkeit an der Gstühl-Kreuzung in Baden erfasst wurde, war übrigens mit 118 Stundenkilometern unterwegs. Erlaubt wären 50 km/h. Laut der Stadt Baden wurde dieser Raser im August 2022 erwischt und war in Fahrtrichtung Turgi unterwegs. In Fahrtrichtung Lindenplatz betrug die höchste Geschwindigkeitsübertretung 107 km/h und wurde im Dezember 2023 gemessen.

veröffentlicht: 10. Mai 2024 04:45
aktualisiert: 10. Mai 2024 04:45
Quelle: ArgoviaToday

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