Schnelle Auszeit

Die besten Tipps für ein Mikroabenteuer im Aargau

Simone Brändlin, 10. Juni 2022, 12:24 Uhr
Ein Abenteuer erleben ist aufregend. Doch oft fehlt uns schlicht und ergreifend die Zeit. Damit ist jetzt Schluss. Denn viele Abenteuer starten meist direkt vor der Haustüre. Wir haben dir die schönsten Mikroabenteuer für den Aargau zusammengesucht.

Du brauchst eine kleine Auszeit vom Alltag, dir fehlt aber die nötige Zeit und auch die richtige Idee? Kein Thema, denn genau dafür gibt es doch die sogenannten Mikroabenteuer. Das sind kleine Auszeiten, die auch entspannt in den Alltag integriert werden können und meist keine allzu grosse Planung benötigen. Denn Mikroabenteuer sollen kurz, einfach, lokal, günstig und dennoch aufregend, lustig, herausfordernd, erfrischend und bereichernd sein.

Der deutsche Blogger Christo Foerster hat zu Mikroabenteuer ein Buch geschrieben. Wer es also noch etwas spannender gestalten will, kann sich auch mitunter an seine Definition halten. Da heisst es nämlich, nur öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, draussen zu übernachten (ohne Zelt), maximal 72 Stunden unterwegs sein und natürlich den Ort sicher wieder so zu verlassen, wie du ihn vorgefunden hast.

Welche Mikroabenteuer bietet der Aargau?

Es ist also an der Zeit, deine Alltagsroutine zu durchbrechen und den Aargau mit seiner einladenden Natur und den damit verbundenen aussergewöhnlichen Übernachtungsmöglichkeiten zu entdecken.

Sonnenaufgang mit Frühstück am Geissfluegrat

Nicht jeder steht an seinem freien Tag gerne früh auf und nicht jeder mag sich frühmorgens schon so richtig bewegen. Aber den höchsten Punkt eines Kantons zu besuchen, besticht dich auch immer mit etwas Einmaligem. Und im Kanton Aargau befindet sich der höchste Punkt auf 908 Meter über dem Meeresspiegel am Geissfluegrat. Es ist ein Fleckchen Wald, welcher durch einen grossen Stein gekennzeichnet ist. Darüber hinaus gibt es ein Gipfelbuch, in dem man sich verewigen kann. Von Aarau aus fährt direkt ein Bus auf die Salhöhe, das Frühstück kann schon am Vorabend gerichtet und gepackt werden. Nach einer kleinen Wanderung wirst du neben einem Gipfeli und feinem Kaffee auch noch mit einem wunderbaren Sonnenaufgang belohnt.

Mit einem Würfel unterwegs

Alles was du für dieses Abenteuer benötigst, sind ein oder zwei Würfel und Lust auf Zug fahren. Fahr an den nächstgelegenen Bahnhof und lass den Würfel entscheiden, welchen Zug du nimmst. Die Würfelaugen benennen dir das Gleis und zeigen dir damit deine künftige Reiseroute an. Würfel anschliessend nochmals, um die Reisezeit festzulegen – also nach wie vielen Stopps du wieder aussteigen darfst. Mal schauen, wo es dich hin verschlägt und welche Orte du im  Aargau oder in den Anrainerkantonen kennenlernen wirst.

Draussen übernachten

Ehrlich, wann hast du das letzte Mal draussen übernachtet? Sicherlich schon viel zu lange her. Also pack dir deine Isomatte oder eine Hängematte und den Schlafsack – das Zelt kannst du ruhig zu Hause lassen – und such dir ein schönes Plätzchen. Das kann entweder im eigenen Garten, auf dem Balkon oder im angrenzenden Wald sein. Eine Nacht im Freien hat immer etwas sehr Spezielles als auch Schönes. Suche dir einen geeigneten Ort, denn wild campen ist in der Schweiz nicht grundsätzlich verboten. Vor allem nicht, wenn du alleine unterwegs bist. Bedenke aber, deinen Schlafort wieder so zu verlassen, als wäre es dein eigener Garten.

Nachtwandern

In der Kindheit waren die Nachtwanderungen doch immer ein grosses Ereignis. Warum sollte das jetzt anders sein? Ausgestattet mit einer Wanderkarte, einer an die Aargauer Wanderrouten angepassten App, einer Taschenlampe und etwas Proviant kann es schon losgehen. Zudem findet am 16. und 17. Juli 2022 die Schweizer Wandernacht statt. Wer also Angst hat, sich zu verlaufen oder nicht alleine unterwegs sein will, kann sich einfach einer Gruppe anschliessen.

Auf den Spuren der Vergangenheit 

Der alte Steinbruch Schümel in Holderbank ist bekannt für seinen Fossilienreichtum. Mit etwas Glück lassen sich sogar versteinerte Seeigel oder Haifischzähne finden. Für alle Naturfans sicherlich eine Attraktion. Wer allerdings nicht so weit in die Zeit zurückreisen will, sollte neben den schönsten Schlösser und Burgen der Schweiz vor allem mal eine Ruinentour durch den Aargau machen. Da wäre zum einen die Ruine Burg Stein, die vermutlich um das 11. Jahrhundert durch die Grafen von Lenzburg gegründet wurde. Im Zweiten Villmerigerkrieg 1712 wurde die Festung mit Kanonen und Bombenmörsern beschossen. Ebenso ist auch die Burgruine Schenkenberg immer ein Besuch wert. Der Bau wurde durch die Grafen von Habsburg in der ersten Hälfe des 13. Jahrhunderts in Auftrag gegeben. Leider wurde die Burg nicht gut gepflegt und nachdem der letzte Hochwächter den Bergfried verliess, zerfiel der Wehrturm.

Naturpicknick

Der Aargau bietet beste Voraussetzungen für kulinarische Genüsse. Bei einem Streifzug durch die gute Aargauer Natur mit dem fruchtbaren Boden wirst du überrascht sein, was du hier alles an Essbarem am Wegesrand finden kannst. Neben Obst und Beeren gibt es auch Pilze, Kräuter, Wurzeln und vieles mehr, was sich ein Selbstversorgerherz nur Wünschen kann. Perfekt also für ein Mikro-Survival-Abenteuer.

Welches Mikroabenteuer hast du schon erlebt oder hast du noch einen weiteren Tipp? Dann erzähl uns unbedingt davon. 

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 11. Juni 2022 16:59
aktualisiert: 11. Juni 2022 16:59
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