Invasive Pflanzen

Lenzburg schlägt neuen Weg im Kampf gegen Neophyten ein

· Online seit 15.03.2022, 17:22 Uhr
Weil sie einheimische Pflanzen verdrängen, sind invasive Pflanzen, sogenannte Neophyten, seit Jahren ein Problem. Die Stadt Lenzburg will die Bevölkerung nun miteinbeziehen, damit die Pflanzen endgültig verbannt werden können.
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Neophyten breiten sich sehr schnell und stark aus und bedrohen so die Biodiversität und insbesondere einheimische Pflanzen. Einige können sogar gesundheitliche Schäden verursachen. In der ganzen Schweiz kämpfen Gemeinden Jahr für Jahr gegen die Plage an. In Lenzburg geht man nun neue Wege: Die Bevölkerung soll mithelfen. «Es sind vor allem die invasiven Neophyten, die Probleme machen, die sich bei uns sehr wohlfühlen und deshalb sehr gute Wachstumsbedingungen haben und unsere einheimischen Pflanzen verdrängen», sagt Christian Brenner, Tiefbauleiter in Lenzburg, zu Radio Argovia.

Die Bevölkerung soll der Stadt nun unter die Arme greifen. Das Problem: «Wir wissen erstens gar nicht, wo es in der Stadt überall Neophyten hat, wir haben keine Zeit, stundenlang durch die Stadt zu ziehen und all diese Neophyten zu suchen. Wir bitten die Bevölkerung und Interessierte darum, uns zu melden, wo es solche hat», erklärt Brenner.

Erleichtert werden soll diese Mithilfe mit einer App. Dort kann man den Standort und die Art der Pflanze melden. Die Stadt kann sie anschliessend entfernen und durch einheimische Pflanzen ersetzen. Infos, wie du Neophyten erkennen kannst, findest du hier.

Die App soll übrigens nicht nur im Kampf gegen invasive Pflanzen helfen. Gemeldet werden können auch defekte Strassenlampen, Strassenzustände oder defekte Signalisationen. Die App kannst du für Android und iOS herunterladen.

(vro)

veröffentlicht: 15. März 2022 17:22
aktualisiert: 15. März 2022 17:22
Quelle: ArgoviaToday

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