Landwirtschaft

Wegen Minustemperaturen: Güllenlöcher im Aargau platzen aus allen Nähten

22.01.2024, 19:18 Uhr
· Online seit 22.01.2024, 19:09 Uhr
Sinken die Temperaturen im Winter, dürfen die Landwirte keine Gülle auf den Feldern verteilen. Das führt dazu, dass die Güllenlöcher im Aargau langsam aber sicher aus allen Nähten platzen.
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Seit mehreren Monaten dürfen die Aargauer Bauern ihre Felder nicht mehr güllen. «Das Güllenloch ist voll, wir haben bis morgen keinen Platz mehr. Wir müssen etwas machen», sagt Landwirt und Aargauer SVP-Nationalrat Alois Huber gegenüber Tele M1. Diese Problematik herrsche nicht nur bei ihm, sondern auch an vielen anderen Orten. Huber versucht deshalb, seine Gülle bei anderen Landwirten zu lagern. «Aber ich kann mir vorstellen, dass es bis nächste Woche für einige Bauern knapp werden wird, weil man nicht mehr weiss, wohin mit der Gülle.» Die Güllenlöcher werden laut Alois Huber überlaufen, falls man nichts dagegen macht.

Die Landwirte dürfen erst wieder Gülle verteilen, wenn die Temperaturen an sieben Tagen hintereinander über fünf Grad warm sind. Und auch wenn die Wetteraussichten für nächste Woche höhere Temperaturen versprechen, ist das Problem damit nicht gelöst. Huber erklärt: «Wenn es jetzt taut, können wir gar nicht auf die Felder fahren. Dann haben wir das gleiche Problem wie schon im Herbst: Es ist viel zu nass, um zu fahren.» Die Maschinen würden grossen Schaden auf den Feldern anrichten oder können aufgrund der Feuchtigkeit gar nicht auf das Feld fahren.

Sollten die Landwirte in den kommenden Tagen keine Kompromisslösung für das Problem finden, dann sind sie laut Alois Huber gezwungen, gegen das Gesetz zu verstossen und die Gülle trotz tiefen Temperaturen zu verteilen.

(ova)

veröffentlicht: 22. Januar 2024 19:09
aktualisiert: 22. Januar 2024 19:18
Quelle: ArgoviaToday/Tele M1

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