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«Junglenkende sind für Boliden zu unerfahren»

TalkTäglich

«Junglenkende sind für Boliden zu unerfahren»

· Online seit 28.11.2023, 21:29 Uhr
In einem Vorstoss fordert Nationalrätin Gabriela Suter, dass Junglenkende für das Fahren einer Sportbolide eine Extra-Prüfung machen müssen. SVP-Nationalrat Remy Wyssmann stellt sich gegen die Prüfung. Die Debatte gibt's im TalkTäglich.

Quelle: Tele M1

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Immer wieder verunfallen Junglenkende mit PS-starken Sportboliden, wie zuletzt auf der A1 bei Lenzburg. Einem 20-Jährigen war die gemietete 570-PS-Bolide zu schnell und er lenkte den McLaren in die Leitplanke. ArgoviaToday hat darüber berichtet.

«Neulenker haben die Beschleunigung nicht im Griff»

Diesem Trend will die Aargauer SP-Nationalrätin Gabriela Suter nun entgegenwirken. Sie fordert in einem Vorstoss eine zusätzliche Fahrprüfung für Neulenker, um solch pferdestarken Gefährte zu zügeln. «Ich habe auch bereits PS starke Fahrzeuge gelenkt und weiss deshalb, dass es sich um ein anderes Fahrgefühl handelt. Sie beschleunigen unglaublich schnell und man ist innert Sekunden von 0 auf 100», so Suter. «Als Neulenker kann man diese Beschleunigung einfach nicht im Griff haben. Neulenkendende sind dafür einfach noch zu unerfahren.»

Weiter ist es für Suter ein Dorn im Auge, dass Neulenkerinnen und Neulenker zu einfach an einen Sportwagen kommen. «Man muss sich bewusst sein, dass sie nicht nur sich selbst gefährden, sondern auch alle weiteren Verkehrsteilnehmenden.» Ein Verbot für Boliden will Suter jedoch nicht einführen, sie will lediglich, dass vor dem Gebrauch eine Prüfung absolviert wird. «Etwas ähnliches gibt es bereits in Australien, dort funktioniert es ziemlich gut. Junglenkende machen online eine zusätzliche Prüfung, in der auch die Gefahren aufgezeigt werden.» Physisch müsste man sich so nicht in eine Bolide setzen.

Jeder Unfall muss verhindert werden

Dass Autos schnell sein können, weiss auch Remy Wyssmann, Anwalt und SVP-Nationalrat des Kanton Solothurns. Er selbst fuhr früher PS-Starke Fahrzeuge. Viel von der Online-Prüfung nach australischem Vorbild, hält Wyssmann jedoch nicht. «Australien kann man nicht mit der Schweiz vergleichen, die haben eine geringere Verkehrsdichte.»

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An der Zielsetzung von Suters Vorschlag kann er der SVP-Nationalrat jedoch nichts aussetzen: «Es ist wichtig, dass jeder Verkehrsunfall verhindert werden kann. Man sollte jedoch lieber den Fokus auf die Vermietenden setzen. An solch junge Personen sollte nicht eine Sportbolide vermietet werden.» Auch Suter hat bereits an diesen Lösungsansatz gedacht, in rechtlicher Hinsicht stellte es sich jedoch als unmöglich heraus.

Weshalb das der Fall ist und über welche Argumente die und Wyssmann auch noch diskutiert haben, siehst du im Video oben.

veröffentlicht: 28. November 2023 21:29
aktualisiert: 28. November 2023 21:29
Quelle: ArgoviaToday

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