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München: Klima-Aktivist muss wegen «Sekundenkleberverbot» 1000 Franken Busse zahlen

Prävention

Klima-Aktivist kassiert Busse wegen «Sekundenklebertransportverbot»

23.03.2023, 11:29 Uhr
· Online seit 23.03.2023, 11:27 Uhr
Um zu verhindern, dass sich die Aktivisten der Bewegung «Letzte Generation» wiederholt auf Strassen kleben, erlegte München einigen von ihnen ein Transportverbot für Sekundenkleber auf. Führen sie trotzdem Klebstoff mit sich, wirds teuer.
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In einem Video, das im Netz kursiert, beschwert sich Aktivist und Umweltingenieur Wolfgang Metzeler über eine ihm aufgebrummte Busse. Grund für die 1000 Euro, die er jetzt berappen muss, ist eine Tube Sekundenkleber. «Ich habe ihn nicht benutzt, ich habe ihn nur transportiert. Ich habe allerdings ein sogenanntes Sekundenklebertransportverbot für München», erklärt er im Clip auf Twitter.

Straftaten verhindern 

Die Münchner Polizei bestätigt auf Anfrage der «Abendzeitung», dass es dieses Verbot gibt. Einzelnen Klima-Klebern erlegte das Münchner Kreisverwaltungsreferat (KVR) ein Transportverbot für den schnell haftenden Klebstoff auf. Dabei gehe es darum, «Straftaten zu verhüten und Gefahren abzuwehren», so die KVR.

Aktivist kündigt Protest an

Metzeler ist einer von den sieben Personen mit einem solchen Verbot. Er erklärt in dem Video, dass er «in aller Öffentlichkeit» gegen dieses Sekundenklebertransportverbot protestieren und das Verbot brechen möchte. Er kündigt an, dass er am Marienplatz Sekundenkleber transportieren werde und lädt dazu die Presse ein.

Sollten die von dem Verbot betroffenen Personen aus beruflichen Gründen Kleber mit sich führen müssen, könnten diese eine Ausnahmegenehmigung bei der Polizei beantragen.

Einige User feiern ihren Kleber-Helden und unterstützen seinen Aufruf zum Protest. Andere machen sich über die Bezeichnung des Verbotes lustig und bezeichnen «Sekundenklebertransportverbot», als «das deutscheste Wort ever».

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(roa)

veröffentlicht: 23. März 2023 11:27
aktualisiert: 23. März 2023 11:29
Quelle: Today-Zentralredaktion

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