Weil Passagiere Gepäck besser finden?

Lufthansa verbietet als erste Fluggesellschaft Apples Airtags im Gepäck

10. Oktober 2022, 16:20 Uhr
Mittels Airtags können verlorene Gegenstände geortet werden. So sind auch schon einige Gepäckstücke aufgefunden worden. Nun verbietet die Lufthansa aber die Nutzung dieser Tracker im Aufgabegepäck, weil sie als elektronische Geräte ausgeschaltet sein müssen.
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Die Airtags von Apple sind eine einfache Möglichkeit, um zu wissen, wo sich das verlorene Gepäck befindet. Die Lufthansa ist die erste Fluggesellschaft, welche die Airtags nach einem «schrecklichen Sommer voller verlorener Koffer» verbietet, wie das Portal «Boingboing» berichtet. Die Fluggesellschaft beruft sich auf die Richtlinien der Branche bezüglich elektronischer Geräte auf Flügen.

Sendefunktion muss während Flug aus sein

Bei einem Airtag handelt es sich um ein scheibenförmiges Ortungsgerät, das Apple im vergangenen Jahr vorgestellt hat. Es funktioniert wie ein Schlüsselfinder und hilft, Gegenstände ausfindig zu machen. Durch die Nutzung eines eingebauten Chips im iPhone können Nutzende die Gegenstände aufspüren.

Lufthansa begründet das neue Verbot damit, dass Gepäcktracker in die Kategorie der tragbaren elektronischen Geräte fallen. Daher unterliegen sie den Gefahrgutvorschriften der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO). Die Lufthansa sagt, dass die Sendefunktion während des Fluges ausgeschaltet werden muss, wenn sie im aufgegebenen Gepäck mitgeführt wird. So wie es auch für Handys und Laptops vorgeschrieben ist.

«Man müsste so mehr Aufwand betreiben»

Das heisst: Wer einen Gepäcktracker in den Koffer packt, muss vorher die Batterie entfernen. Dadurch wird das Gerät folglich nutzlos.

Einige haben ihren Frust über die Lufthansa auf Twitter zum Ausdruck gebracht. Denn sie wüssten genau, wo ihr aufgegebenes Gepäckstück ist, während die Fluggesellschaft sich weigere, ihnen zu helfen.

Die Frage lautet also, ob die Lufthansa Airtags verbietet, weil Passagiere selbst schneller oder besser Daten zu Gepäckstandorten sammeln können. So schreibt ein Twitter-User: «Mein Bauchgefühl sagt mir eher, dass man die Sorge hat, dass man so vermutlich mehr Aufwand betreiben müsste, um das Gepäck zurückzuschicken (da man jetzt wüsste, wo es ist).»

(hap)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 10. Oktober 2022 16:20
aktualisiert: 10. Oktober 2022 16:20