Ruderclub Hallwilersee

Aargauer gewinnen das härteste Ruderrennen der Welt

16. Januar 2022, 20:45 Uhr
Ein historischer Sieg: Ein 4-köpfiges Team des Ruderclubs Hallwilersee gewann das härteste Ruderrennen der Welt. Die Teilnehmer mussten mit ihren Booten 5000 Kilometer von den Kanaren bis in die Karibik schaffen, und zwar so schnell wie möglich.
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Quelle: TeleM1

Am 12. Dezember war das Team aus vier Kollegen, die sich aus der Rekrutenschule kennen, in See gestochen. Etwas über einen Monat später ruderten Samuel Widmer und Konsorten als schnellstes aller Teams durchs Ziel in Antigua.

Das letzte Radarbild nach der Zielankunft des Schweizer Teams
© Screenshot swiss-raw.ch

In dieser ganzen Zeit lebten die vier jungen Männer zusammen auf kleinstem Raum, ohne jeglichen Komfort. Das Ruderboot war gerade einmal acht Meter lang, mit je einer Kabine an jedem Ende. Ein erwachsener Mann konnte sich in den Betten nur knapp Platz verschaffen.

«Sie sassen zuvor noch nie in einem Ruderboot»

Stolz auf Samuel Widmer und seine drei Mitstreiter sind vor allem Widmers Eltern, Susan und Stefan. Sie und die ganze Familie verfolgten den Sieg via Livestream: «Wir haben die Jungs vorhin gesehen. Das war sehr schön. Jetzt steht die Erleichterung im Vordergrund. Dass sie gut angekommen sind und es ihnen gut geht.»

Während dreieinhalb Jahren hat sich das Vierer-Team vom Ruderclub Hallwilersee Freizeit und Energie für die Challenge vorbereitet. Die anstrengenden Jahre haben sich gelohnt, denn bereits nach 10 Tagen gingen die Schweizer in Führung und liessen sich diese Position auch nicht mehr nehmen. Zum Sieg geführt hat sie Trainerin Annick Kohler. Sie ist von der Leistung des Teams beeindruckt: «Sie sassen noch nie in einem Ruderboot und hatten somit auch noch nie ein Ruder in der Hand. Als wir starteten, mussten wir erstmal alles erklären. Sie haben das wirklich gut gemeistert.»

Sieg bringt viel Gutes mit sich

Doch nicht nur der Ehrgeiz bewegte das Quartett, die rund 3000 Seemeilen über den Atlantischen Ozean zu bewältigen. Das Ruder-Team sammelte für einen guten Zweck. Vor allem Yves Neupert, Manager des Teams «Swiss Raw» hofft nun, dass sich ihr Erfolg im Spendentopf zeigt: «Sie möchten Kinder in der Schweiz unterstützen, die kein einfaches Leben haben. Deshalb unterstützen wir sie mit dem überschüssigen Kapital, dass wir gesammelt haben und noch sammeln werden.» Das Geld geht an die Stiftung Kovive.

Jetzt heisst es aber erst einmal Ausruhen und die Karibik geniessen. Und vor allem viel Essen: Während den 34 Tagen auf dem offenen Meer hat das Ruder-Team zwischen 16 und 21 Kilogramm verloren.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 16. Januar 2022 12:39
aktualisiert: 16. Januar 2022 20:45
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