Kriminalität

Deutliche Zunahme von digitalen Verbrechen im Aargau

28. März 2022, 10:01 Uhr
Im Kanton Aargau hat es im Jahr 2021 einen signifikanten Anstieg bei der digitalen Kriminalität gegeben. Online-Betrugsdelikte sowie Ransomware-Angriffe haben laut Aargauer Kriminalstatistik zu einer Zunahme von knapp 30 Prozent geführt.
Im Kanton Aargau nahm die digitale Kriminalität im Jahr 2021 um fast 30 Prozent zu. (Symbolbild)
© Zuger Polizei

Ebenfalls zugenommen habe die Deliktsumme bei Betrugsfällen, teilte die Aargauer Kantonspolizei am Montagmorgen mit. Dies betrifft auch die Betrugsdelikte bei den ausbezahlten Covid-Krediten. Die Gesamtsumme für die Jahre 2020 und 2021 beläuft sich laut Polizei auf 15 Millionen Franken.

Trendwende bei Einbruchsdelikten

Bei den Einbrüchen im Aargau zeichnet sich indes eine Trendwende ab. Die Zahl der Einbruchsdelikte sei über das Gesamtjahr betrachtet zwar immer noch rückläufig, so die Kantonspolizei. Weil die Einbruchszahlen im vierten Quartal 2021 aber deutlich zunahmen, fiel der Rückgang von Einbruchsdelikten nicht ganz so stark aus. Die Gesamtzahl der Einbrüche belief sich im Berichtsjahr auf 1'084 (Vorjahr 1'164) – die Aufklärungsquote konnte auf über 16 Prozent (Vorjahr 14,6 Prozent) erhöht werden.

Hohe Aufklärungsquote bei Gewaltdelikten

Im Jahr 2021 verzeichnete die Kantonspolizei vier vollendete und sieben unvollendete Tötungsdelikte. Alle Fälle konnten laut Aargauer Kriminalstatistik geklärt werden. Die Zahl der Gewaltdelikte blieb zum Vorjahr stabil. So registrierte die Kantonspolizei 2568 Gewaltstraftaten (Vorjahr: 2560), wobei die Aufklärungsquote mit 90 Prozent (Vorjahr: 92 Prozent) wiederum sehr hoch war. Die Zahl der Raubdelikte stieg auf 61 (Vorjahr: 53).

Verkehrstote auf historischem Tiefstand

Über 2400 Verkehrsunfälle gab es im Aargau im Jahr 2020 – dies entspricht dem Wert des Vorjahres. Dabei wurden 1222 Personen verletzt. Die Zahl der Verkehrstoten blieb auf einem tiefen Wert von 9 (Vorjahr: 8). Die Gesamtzahl der schweren Personenschäden betrug 231.

Bei den Hauptunfallursachen zeigt sich erneut keine Trendwende: Missachtung des Vortrittsrechts, Nichtanpassen der Geschwindigkeit, Zustand der Verkehrsteilnehmer und Unaufmerksamkeit sind nach wie vor die Hauptgründe für Verkehrsunfälle.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 28. März 2022 10:04
aktualisiert: 28. März 2022 10:04
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