Oberentfelden

Drastische Vorwürfe gegen Betreiberin der Igelstation

Adrian Frey, 25. Oktober 2022, 12:50 Uhr
Nun zeichnet sich ein deutlicheres Bild, warum das Amt für Verbraucherschutz des Kantons der Igelstation Oberentfelden den Riegel geschoben hatte. Die Gründe sind schockierend.

Quelle: TeleM1

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Die Schliessung der Oberentfelder Igelstation sorgte bei vielen Tierfreunden für grosses Unverständnis. Nun ist laut der «Aargauer Zeitung» klar, warum es so weit gekommen ist.

Wie der Veterinärdienst ausführt, hätten sich im Juli 2022 insgesamt sechs Personen beim Kanton gemeldet und Missstände in der Igelstation Oberentfelden geltend gemacht. Auf diese Meldungen habe der Verbraucherschutz eine unangekündigte Kontrolle vorgenommen.

Demnach soll die Betreiberin beispielsweise mehrfach Igel operiert haben, ohne selbst Tierärztin zu sein. Unter anderem soll sie den Tieren verletzte Augen entfernt und Eingriffe unter ungenügenden Hygienebedingungen vorgenommen haben. Zudem soll sie Medikamente falsch gemischt und angewendet haben. Das steht in einer von Regierungsrat Jean-Pierre Gallati unterzeichneten Petitionsantwort.

Die Betreiberin zeige sich nicht einsichtig und verstehe nicht, warum nur Personen Tiere operieren dürfen, die ein tiermedizinisches Studium absolviert haben. Bereits gegenüber Tele M1 hatte sie zur Schliessung Stellung genommen. Es sei ein trauriger Abgang, «ich habe das nicht verdient».  Aufgrund der schweren Verstösse gegen das Tierwohl erstattet die Behörde eine Strafanzeige.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 25. Oktober 2022 12:47
aktualisiert: 25. Oktober 2022 12:50