Aargau/Solothurn

Ein Aargauer Spitzen-Bodybuilder und Ex-Schweizermeister hat jahrelang mit Anabolika gedealt

Strafbefehl

Ein Aargauer Spitzen-Bodybuilder und Ex-Schweizermeister hat jahrelang mit Anabolika gedealt

12.04.2024, 13:58 Uhr
· Online seit 08.04.2023, 06:27 Uhr
Über mehrere Jahre hat ein Aargauer Bodybuilder mit illegalen Steroiden gehandelt. Aufgeflogen ist er durch einen Mann, der ihn fürs Personaltraining bezahlt hat.

Quelle: Tele M1

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Ein ehemaliger mehrfacher Schweizermeister im Bodybuilding hat über Jahre mit Anabolika gehandelt, wie aus einem Strafbefehl hervorgeht. Der Aargauer ist beruflich Pfleger in einem Spital und war zudem der Personaltrainer von Devon Siegrist, durch den der Handel ans Licht kam: Siegrist hat ihn angezeigt.

Gegenüber Tele M1 erklärt er, wieso: «Gegen Ende hatte er immer weniger Zeit für das Training mit mir. Als ich ihn darauf angesprochen habe, ob wir das finanziell abbuchen könnten, wurde er aggressiv und hat mir Gewalt angedroht.»

Auch Betäubungsmittel wurden beim Ex-Schweizermeister gefunden

Im rechtskräftigen Strafbefehl wird erläutert, dass der Aargauer Steroide an mehrere Personen weiterverkauft hat. Das kam bei einer Hausdurchsuchung der Polizei ans Licht. Bei Steroiden soll es aber nicht geblieben sein, sagt Devon Siegrist: «Man hat einige Sachen gefunden, die illegal sind. Betäubungsmittel und illegale Stereoide.»

«Das Risiko ist zu gross»

Dopingmittel sind in der Bodybuilding-Szene weit verbreitet. Giovanni Arcadio ist schon seit 30 Jahren im Business. Den Reiz kann er verstehen: «Wenn du mit Mitteln nachhilfst, dann bist du in zwei, drei Jahren sehr muskulös. Es geht viel schneller, und es braucht viel weniger Aufwand.»

Trotzdem seien ihm die Risiken zu gross. «Ist es dir das wert, wenn du mit 30 Jahren irreparable Schäden hast? Was hast du dann erreicht? Nichts hast du erreicht.» Dass es auch ohne Doping geht, hat Arcadio vor elf Jahren bewiesen – er wurde im Alter von 50 Jahren Weltmeister im Natural Bodybuilding.

Für den Aargauer Anabolika-Dealer kommt die Sache teuer zu stehen: Neben einer bedingten Geldstrafe kassiert er eine Busse von 1800 Franken.

Vor der Kamera von Tele M1 wollte sich der Ex-Schweizermeister nicht zum Fall äussern.

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veröffentlicht: 8. April 2023 06:27
aktualisiert: 12. April 2024 13:58
Quelle: ArgoviaToday

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