Notkraftwerk Birr

Nach neuer Studie: Klimastreik fordert sofortigen Baustopp

Oliver Varga, 2. November 2022, 17:00 Uhr
In einer am Mittwoch veröffentlichten Studie kommt der Bundesrat zum Schluss, dass die Stromversorgungssicherheit der Schweiz im Winter nicht gravierend gefährdet sei. Deshalb fehlt laut Klimastreik nun die Grundlage für das Kraftwerk in Birr.
Laut dem Klimastreik fehlt mit den Erkenntnissen der neuen Studie die Grundlage für den Bau des Notkraftwerks in Birr. (Archivbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
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Die am Mittwoch veröffentlichte Studie kommt zum Fazit, dass die Stromversorgungssicherheit der Schweiz im Winter nicht gravierend gefährdet ist. Für den Klimastreik ist deshalb klar: Für das Notkraftwerk in Birr fehlt jetzt die Grundlage. Wie die Organisation in einer Mittteilung schreibt, fordert sie den sofortigen Baustopp des fossilen Kraftwerks.

«Das Kraftwerk in Birr wird nur einmal in der Studie erwähnt, nämlich dass dieses in der Studie gar nicht erst berücksichtigt wurde», so der Klimastreik. «Die Studie zeigt: Wir werden gut durch diesen Winter kommen. Nun müssen aber rasch Solar- und Windkraft ausgebaut werden. So werden wir von der Unsicherheit einer Versorgung mit Gas- und Atomstrom unabhängig», so Anna Lindermeier, Biologiestudentin und Klimastreikende.

Viel Kritik gegen das Notkraftwerk in Birr

Trotz Widerstand und Einsprachen winkte der Bundesrat den Betrieb eines Notkraftwerks in Birr in Rekordzeit durch. Klimaaktivistinnen und -aktivisten protestierten deshalb mehrfach gegen den Bau.

Und anfangs Oktober ging beim Bundesamt für Energie auch eine Beschwerde gegen das Kraftwerk ein. Weil dieses aber mit einer Verordnung unter Notrecht bewilligt wurde, hatte die Einsprache keine aufschiebende Wirkung für den Bau.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 2. November 2022 16:56
aktualisiert: 2. November 2022 17:00