Wissenschaft

Gibt es Aliens?

Céline Elber, 4. Oktober 2022, 04:42 Uhr
Ein mysteriöses grünes Licht in Oftringen führte bei unseren Leserinnen und Lesern zu vielen Fragen. Auch wenn es in Oftringen vermutlich keine Aliens waren, gibt es im Universum aller Wahrscheinlichkeit nach ausserirdisches Leben, sagt die Wissenschaft.
So sieht ausserirdisches Leben vermutlich nicht aus. Dass es irgendwo im Universum noch andere Lebewesen gibt, ist jedoch wahrscheinlich.
© Getty
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So absurd es auch klingen mag, dass es ausserirdisches Leben gibt, hält die Wissenschaft für wahrscheinlich. Nach aktuellen Schätzungen gibt es im Universum grob geschätzt eine Quadrillion Sterne. Diese Zahl sagt dir nichts? Voilà: 1'000'000'000'000'000'000'000'000. Und wir sprechen hier nur vom beobachtbaren Teil des Universums, also von dem Teil, aus dem das Licht der Sterne bereits zu uns gelangt ist. Die Zahl der Planeten und Monde, die um diese Sterne kreisen – und somit auch die Zahl der möglichen belebten Welten – könnte noch höher sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter all diesen Planeten auch solche befinden, die ähnlich wie die Erde sind, ist gross.

Voraussetzung für Leben

Damit Leben entstehen kann, darf ein Planet nicht zu weit weg vom Zentralstern sein, damit nicht alles Leben erfrieren würde, aber auch nicht zu nah, weil es sonst zu heiss ist. Ausserdem müsste nach unserem heutigen Wissen auch flüssiges Wasser auf dem Planeten vorhanden sein und das Magnetfeld müsste stark genug sein, um ihn vor gefährlicher kosmischer Strahlung zu schützen.

Forschende schätzen, dass es nur in der Milchstrasse 40 Milliarden Planeten geben könnte, die diese Voraussetzungen erfüllen. Im gesamten beobachtbaren Universum dürften es deutlich mehr sein.

Grüne Männchen?

Wie genau diese Aliens aussehen, ist jedoch unklar. Die Forschung konzentriert sich deshalb auf sogenannte Biosignaturen. Findet man beispielsweise Methan auf einem Planeten, deutet das auf die Existenz von Leben hin. Methan kann zwar auch ohne Leben entstehen, es baut sich jedoch relativ schnell wieder ab. Ist es dauerhaft vorhanden, spricht das für einen konstanten Nachschub, der durch ein Lebewesen entstanden sein könnte.

Das Geniale daran: Um Methan zu finden, muss ein Planet nicht direkt untersucht werden. Verschiedene Gase hinterlassen nämlich ganz spezifische Signaturen im Licht. Das Licht des Sterns, der einen Planeten beleuchtet, könnte also schon ausreichen, um Leben zu entdecken. Dafür braucht man jedoch ein sehr leistungsfähiges Teleskop. Und auch das gibt es bereits: Das «James-Webb-Teleskop». Im Juli veröffentlichte die Nasa erste Fotos des neuen Weltraumteleskops.

Auch in der Schweiz wird nach Aliens geforscht

Die Suche nach ausserirdischem Leben liegt im Trend. So wird zum Beispiel an der renommierten ETH Zürich gerade ein Forschungszentrum aufgebaut, das nach ausserirdischem Leben sucht. Leiten wird das Team der Nobelpreisträger und Professor der Astrophysik, Didier Queloz. Und auch an der Universität Bern beschäftigen sich Forschende mit der Frage. Laut eigenen Angaben sind die Berner Forschenden an der Weltspitze mit dabei, wenn es etwa um Modelle und Simulationen zur Entstehung und Entwicklung von Planeten geht.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 2. Oktober 2022 15:15
aktualisiert: 4. Oktober 2022 04:42