Heimspiel! Die Fankolumne

Ein Feuerwerk zum Abschied

Luc Helmink, 8. Oktober 2022, 11:52 Uhr
In der Serie «Heimspiel!» diskutieren eingefleischte FCA-Fans, was sie im Brügglifeld nebst dem Resultat sonst noch bewegt hat: Frei Schnauze, ungefiltert, frisch von der Leber. Heute mit Luc Helmink.
Bis der Durchblick fehlte: Am Freitagabend holten die Fans des FCA und des FC Thun alles an Pyro raus, das noch an Lager war.
© Freshfocus / Marc Schumacher
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Das Duell mit dem FC Thun stand im Zeichen des Abschieds. Ich hoffe es geht dir gut, da wo du jetzt bist, lieber Nicolas.

Der Defensivspieler, der vor kurzem und viel zu früh gehen musste, stand 139-mal für die Berner Oberländer im Einsatz bevor er, nach einem kurzen Intermezzo im Luzerner Goldtempel, zum FCA wechselte.

Kollektives Hände-vors-Gesicht-schlagen

Es schien fast so, als nutzten beide Fanlager ihr Pyro-Arsenal, um auf ihre weise «tschüss» zu sagen. Das Brügglifeld tauchte mehrere Male an diesem Abend in ein feuriges Rot und als die Thuner ihren Restbestand an 1.-August-Raketen in den Himmel feuerten, wirkte es wie ein letzter Salut an Nicolas Schindelholz.

Für Hühnerhautmomente wollte auch das Heimteam sorgen und legte gut los. Varol Tasar sicherte sich ein paar hunderttausend Klicks auf YouTube und verursachte kollektives Hände-vors-Gesicht-schlagen, nachdem er das Kunststück fertigbrachte, den Ball allein vor dem Tor an den Pfosten zu donnern. Kurz danach scheiterte der Thuner Leonardo Bertone ebenfalls am Metall, bevor erneut Tasar, nach einer grossartigen Einzelaktion, die Standfestigkeit des Tors testete.

Aarau hätte führen müssen, für das erste Tor sorgten aber die Gäste. Oberlin profitierte von einer Unordnung in der FCA-Abwehr. Nach dem Seitenwechsel doppelten die Thuner nach. Castroman tauchte plötzlich allein vor Enzler auf und netzte unhaltbar ein.

Danach stempelten die Thuner aus, Feierabendmodus bei den Gästen aus dem Oberland. Das Spieldiktat wurde komplett dem Heimteam übergeben, Aarau nahm dankend an. Tasar erzielte nach einer guten Stunde den Anschlusstreffer, Varol Fazliu doppelte vom Elfmeterpunkt nach. Für mehr reichte es dem Heimteam nicht.

Am Ende teilte man sich die Punkte, was wohl auch im Sinn von Nicolas Schindelholz gewesen wäre, der bei beiden Vereinen einen bleibenden Eindruck hinterliess.


Und jetzt du: Was hat dir am Spiel besonders gefallen? Worüber regst du dich auch am Tag danach noch auf? Schreib es uns in die Kommentare!

Luc Helmink
Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 16. Juli 2022 12:10
aktualisiert: 8. Oktober 2022 11:52