Schicksalschlag

«Plötzlich war alles anders» – Aargauerin (30) kämpft nach Tod ihres Mannes um Existenz

02.04.2024, 13:46 Uhr
· Online seit 31.03.2024, 17:48 Uhr
Der Traum von einer glücklichen Familie wird für eine Aargauerin vom einen Moment auf den anderen zum Albtraum. Vor einem halben Jahr ist ihr Mann plötzlich an einem Hirnschlag verstorben. Weil er nur kurz in der Schweiz gearbeitet hat, hinterlässt er ihr eine geringe Witwenrente von 200 Franken pro Monat.

Quelle: Tele M1

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Das Familienglück schien perfekt: Nach der Hochzeit im Dezember 2020 und Geburt der ersten Tochter knapp ein Jahr später erblickt im Januar 2023 das zweite Mädchen von Irina Prom und ihrem Ehemann das Licht der Welt. Im Oktober vergangenen Jahres erreicht die kleine Familie die schreckliche Nachricht. Der Ehemann und Vater ihrer beider Kinder erleidet in den Ferien in Kambodscha einen Hirnschlag. «Ich habe einen Tag später von seiner Mutter ein Telefonanruf erhalten», erzählt Prom gegenüber Tele M1.

Von einem Tag auf den anderen komplett verändert

Kennengelernt haben sich die gebürtige Aargauerin und der US-Amerikaner mit kambodschanischen Wurzeln in der Luft. Irina Prom ist nämlich fast zehn Jahre als Flugbegleiterin rund um die Welt geflogen. Mit dem plötzlichen Tod ihres Mannes verliert die heute 30-jährige Aargauerin nicht nur ihren Mann: «Als wäre es nicht schon schlimm genug. Jetzt ist auch die Existenz von uns eine offene Frage. Ich meine schon nur, dass der Papi oder mein Mann nicht mehr da ist. Unser Leben hat sich von heute auf morgen komplett verändert.» Ohne finanzielle Unterstützung kommt die alleinerziehende Mutter nicht über die Runden. Zwar erhält sie eine Witwenrente, leben kann sie und ihre kleine Familie nicht davon. 

Grosseltern sind noch berufstätig

«Mein Mann hat von 2021 bis im Jahr 2023 in der Schweiz gearbeitet und konnte daher nur zwei Jahre in die Pensionskasse einzahlen. Daher habe ich auch nur 200 Franken Witwenrente.» Mit zwei kleinen Kindern zu Hause liegt ein Job, der die kleine Familie über Wasser halten könnte, aktuell nicht drin.

Auch ihre Eltern sind beide noch voll berufstätig. «Ich kann mich nicht auf Grosseltern verlassen, an die ich die Kinder abgeben kann. Eine Kita in der Schweiz ist einfach so teuer. Ich kann mir das nicht leisten für meine beiden Kinder, sodass ich arbeiten gehen kann», erklärt Prom. Ob und wie viel Anspruch Irona Prom und ihre beiden Töchtern auf Ergänzungsleistungen haben, ist noch nicht klar. Um sich bis zum Entscheid über Wasser halten zu können, haben zwei Kolleginnen von Prom ein Crowdfunding gestartet. Ziel sind 50 Tausend Franken.

(red.)

veröffentlicht: 31. März 2024 17:48
aktualisiert: 2. April 2024 13:46
Quelle: ArgoviaToday

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