Aargau/Solothurn

Aargauer Rhönrad-Talent träumt von WM-Gold.

Sport

Ein Aargauer auf WM-Goldjagd mit dem Rhönrad

· Online seit 05.05.2024, 09:13 Uhr
Schon seit vielen Jahren ist Fabrice Schubert aus Reinach begeisterter Rhönradturner. Zuletzt konnte er an der Schweizermeisterschaft im vergangenen März mehrere Medaillen holen. ArgoviaToday hat ihn im Training besucht und sich selbst am speziellen Turngerät versucht.

Quelle: ArgoviaToday/Niclas Zettergren

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Während die meisten Jungs in der ersten Klasse davon träumten, eines Tages an der Fussball-WM im Final das alles entscheidende Tor für die Schweiz zu erzielen oder in einer olympischen Disziplin einen neuen Weltrekord aufzustellen, fokussierte sich Fabrice Schubert aus Reinach auf eine etwas weniger bekannt Sportart: das Rhönradturnen. Den Weg zu dieser Sportart fand er unter anderem durch seine Mutter, welche selbst als Rhönradturnerin aktiv war. Als er herausfand, dass der Sport im Nachbardorf Gontenschwil ausgeübt wird und Schubert im zarten Alter von sieben Jahren sein erstes Training absolvierte, «hat es mich voll gepackt», erinnert sich der inzwischen 21-Jährige im Gespräch mit ArgoviaToday.

Seither sind viele Trainings und Wettkämpfe ins Land gegangen. In den letzten zwei Jahren konnte der Aargauer an mehreren internationalen Turnieren sein Können unter Beweis stellen. 2022 vertrat er die Schweiz an der WM in Dänemark, bei der er mit einem vierten Platz in der Disziplin «Geradeturnen» nur knapp das Podest verpasste. Noch besser lief es im vergangenen Jahr in Chicago, wo er die Teamweltmeisterschaft mit dem zweiten Platz beendete. Gleich mehrere Edelmetalle gab es im März 2024 an der Schweizermeisterschaft in Reinach. Dort erreichte er im Mehrkampf den zweiten Rang und beim «Sprung» konnte ihm niemand das Wasser reichen, die Goldmedaille war Tatsache.

Während einige gleichaltrige Eliteathleten in Sportarten wie Fussball oder Eishockey von ihrem Sport leben können, muss Schubert wie viele andere Randsportler einer gewöhnlichen Arbeit nachgehen. Als Automobilfachmann tauscht er das Rhönrad tagsüber gegen Autoräder aus. Obwohl es für den Aargauer wünschenswert wäre, wenn er in seinem Sport respektable Preisgelder gewinnen könnte, nimmt er das Ganze ziemlich gelassen: «Wenn man überhaupt etwas gewinnt, dann ist es Ruhm und Ehre». Mehr davon könnte es für ihn im Sommer geben. Dann geht es für Schubert in die Niederlanden an die WM, wo er sich eine Medaille, am liebsten die goldene, krallen will.

Das braucht es fürs Rhönrad

Um in diesem Sport erfolgreich zu werden, bedarf es laut dem 21-Jährigen vor allem viel Körperspannung, und dass man athletisch etwas drauf hat. Zusätzlich sei es von Vorteil, wenn man gerne kopfüber hängt, Überschläge und Rollen macht und die entsprechenden koordinativen Fähigkeiten mitbringt. Matthias Schöpfer aus der Today-Redaktion hat sich als Turner gleich selbst versucht – das Resultat siehst du im Video oben. Für seine Bemühungen erntet er von Schubert lobende Worte: «Er hat das gut gemeistert und hatte Spass. Das ist die Hauptsache».

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veröffentlicht: 5. Mai 2024 09:13
aktualisiert: 5. Mai 2024 09:13
Quelle: ArgoviaToday

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