Aargau/Solothurn

Pädagogische Hochschule Solothurn zügelt nach Olten

Strategie FHNW

Pädagogische Hochschule Solothurn zügelt nach Olten

· Online seit 28.04.2023, 11:31 Uhr
Die Regierungen des Bildungsraums Nordwestschweiz haben ihre Pläne zum Ausbau der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW vorgelegt. Die Pädagogische Hochschule soll demnach von Solothurn nach Olten verlegt werden. Zudem ist eine neue Hochschule für Informatik und ein neuer Bereich Umwelt geplant.
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Die Regierungen der Kantone Solothurn, Aargau, Basel-Landschaft und Basel-Stadt erteilten dem Fachhochschulrat der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) den Auftrag, bis im Juni dieses Jahres den Antrag für die Leistungsperiode 2025–2028 vorzulegen. Vorangegangen sei «ein intensiver Strategieprozess» des Regierungsausschusses der Trägerkantone zusammen mit den Verantwortlichen der FHNW.

Pädagogische Hochschule kommt nach Olten

Jetzt ist es fix: Der Standort der Pädagogischen Hochschule zügelt von Solothurn nach Olten. In Absprache mit dem Regierungsausschuss beschloss der Kanton Solothurn 2017, die Verschiebung des heutigen Standorts der Pädagogischen Hochschule (PH) von Solothurn nach Olten zu prüfen. Der Standort Solothurn sei ungenügend ausgelastet und im Vergleich zu den anderen Standorten der PH deutlich schlechter erreichbar.

Mit der ab 2029 geplanten Verschiebung nach Olten könne nicht nur das Potenzial von Solothurner PH-Studierenden besser abgeschöpft werden, sondern es ergäben sich auch ein grösseres Einzugsgebiet und damit neue Akquisitionsmöglichkeiten im Mittelland, hiess es.

Eigenständige Hochschule für Informatik

Um dem Informatikstudium in der Nordwestschweiz eine höhere Sichtbarkeit zu verschaffen, solle eine neue Hochschule für Informatik eingerichtet werden, mit einem Standort in Brugg-Windisch und einem nördlich des Juras (BL/BS).

Starten soll der Studienbetrieb im Herbst 2025. Es sollen die bestehenden Informatikstudiengänge der Hochschule für Technik übernommen werden. Zudem werde die neue Hochschule bis 2028 weitere Lehr- und Forschungsangebote aufbauen. Ziel sei, «die von der Wirtschaft dringend benötigten Informatikfachkräfte für die Nordwestschweiz aus- und weiterzubilden».

Neuer Bereich Umwelt

Angesichts des Klimawandels, der Ressourcenknappheit und des Umbaus in der Energieversorgung soll die Hochschule für Technik um den Bereich Umwelt ergänzt werden. Dazu werden neue Studiengänge geschaffen sowie die entsprechenden Institute und Laborräume aufgebaut. Der Name der Hochschule soll neu «Hochschule für Technik und Umwelt» lauten.

Es liegt nun am Fachhochschulrat, die Vorschläge der Regierungen weiter zu bearbeitet und damit per Ende Juni 2023 einen Antrag für den Leistungsauftrag 2025–2028 einzureichen. Im Sommer 2024 werden die vier Kantonsparlamente über die Finanzierung beraten. Geben die Parlamente grünes Licht, werden die Pläne ab Januar 2025 umgesetzt.

Drittgrösste Fachhochschule

Die 2006 gegründete FHNW ist mit 13'329 Studierenden die drittgrösste Fachhochschule der Schweiz. Nach einem Wachstum von durchschnittlich mehr als vier Prozent jährlich von 2012 bis 2021 hat die Zahl der Studierenden seither stagniert.

Dies habe mit der konjunkturellen Lage und der Konkurrenz mit anderen Fachhochschulen zu tun. Mit dem erneuerten Leistungsauftrag solle das Portfolio der FHNW weiterentwickelt werden, schrieben die Trägerkantone.

(sda/dl)

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veröffentlicht: 28. April 2023 11:31
aktualisiert: 28. April 2023 11:31
Quelle: 32Today

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