Welt-Autismus-Tag

Viele Betroffene, aber zu wenig Wissen in der Bevölkerung: Das ist Autismus

· Online seit 02.04.2024, 19:59 Uhr
Kommunikationsschwierigkeiten, eingeschränkte Interessen oder auch sensorische Empfindlichkeiten sind alles autistische Anzeichen. Doch Personen mit dieser Erkrankung haben auch eine Reihe von Stärken und Fähigkeiten, welche oft übersehen werden. Am Welt-Autismus-Tag soll die Bevölkerung sensibilisiert werden.
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In der Schweiz kommen jährlich rund 800 bis 1000 Kinder mit einer autistischen Störung zur Welt. Betroffen sind in der Schweiz rund ein Prozent der Bevölkerung. Jene Menschen werden im Alltag oft stigmatisiert. Am heutigen Welt-Autismus-Tag will man einerseits Klischees aus dem Weg räumen, andererseits sensibilisieren.

Was ist Autismus?

Menschen mit Autismus haben Schwierigkeiten, mit anderen Menschen zu kommunizieren, soziale Kontakte aufzubauen und diese auch zu pflegen. Ebenfalls nehmen Sie die Welt anders wahr und orientieren sich an Details. Der Wunsch, den Alltag stets gleich zu gestalten, ist bei diesen Menschen besonders gross. Auch ist häufig die Über- resp. Unterempfindlichkeit auf Licht, Gerüche, Geräusche sowie Berührungen eine Belastung für die betroffenen Personen.

«Autisten sind gefühlskalt»

Autistinnen und Autisten fallen soziale Interaktionen schwerer: Mimik und Körpersprache sowie das Verhalten ihres Gegenübers zu interpretieren, ist für viele nur eingeschränkt möglich, nonverbale Signale nehmen sie oft nicht richtig wahr. Umgekehrt fällt es ihnen auch schwer, ihre eigenen Emotionen zu zeigen.

Doch auch wenn Menschen mit Autismus ihre Gefühle nicht so gut ausdrücken können, so empfinden sie trotzdem. Zu sagen, sie seien gefühlskalt, ist ein weitverbreiteter Irrglauben.

Nebenwirkung einer Impfung 

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt Autismus als eine neurologische Entwicklungsstörung, die man meistens seit Kindesalter hat. Bis heute sind die Ursachen für die Entstehung der Erkrankung nicht geklärt. Viele Impfkritiker behaupten, dass Autismus durch Nebenwirkungen einer Impfung entstehe. Dies ist nicht erwiesen. Im Gegenteil: Inzwischen beweisen zahlreiche Studien, dass geimpften Kinder kein erhöhtes Risiko für eine Autismus-Spektrum-Störung haben. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht keinen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus.

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3 Fragen, 3 Antworten zum heutigen Welt-Autismus-Tag

Wir hatten in unserer Sendung «Ungefiltert» eine Autistin zu Gast, die uns Einblick in ihr Leben gewährte:

Quelle: PilatusToday / Andreas Wolf

veröffentlicht: 2. April 2024 19:59
aktualisiert: 2. April 2024 19:59
Quelle: PilatusToday

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