Handball

In beeindruckender Manier: HSC Suhr Aarau zwingt auch Pfadi Winterthur in die Knie

12. Dezember 2022, 00:02 Uhr
Der HSC Suhr Aarau empfing am Sonntagabend Pfadi Winterthur im Aarauer Schachen. Ein Spiel auf Messers Schneide kippte am Ende auf die Seite der Heimmannschaft. Die Aarauer konnten Pfadi Winterthur mit 27:26 bezwingen.
Der HSC Suhr Aarau (hier mit Leonard Pejkovic) gewinnt auch gegen Pfadi Winterthur.
© Alexander Wagner
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Auf der Tribüne konnten sie sich das Lachen zwischenzeitlich nicht mehr verkneifen. Was der HSC Suhr Aarau in der ersten Halbzeit gegen den Favoriten Pfadi Winterthur auf die Platte zauberte, war schlichtweg grandios. Es war nicht so, dass man an einem normalen Tag gegen die Eulachstädter nichts zu bestellen hatte, aber mit diesen Vorzeichen war ein knappes Spiel nicht zu erwarten.

Viele Ausfälle beim HSC Suhr Aarau

Dem HSC Suhr Aarau fehlten beide Co-Captains Tim Aufdenblatten und Sergio Muggli. Daneben waren auch die drei Linkshänder im rechten Rückraum – Joao Ferraz, Daniel Parkhomenko und Onelio Gomboso – im Lazarett. Und damit noch nicht genug: Kurzfristig fiel auch Flügel Lars Hofer aus. Als schliesslich Abwehrchef Martin Slaninka bereits nach 20 Minuten des Feldes verwiesen wurde, wetteten wohl nur noch die grössten Optimisten Geld auf Suhr Aarau. Und doch führte das Heimteam tief in der ersten Halbzeit drin.

Zwischenzeitlich zog es immer wieder Schwächephasen ein. Es sei dem Team verziehen. Fast noch höher anzurechnen ist es der Mannschaft von Aleksandar Stevic, dass sie jeweils sehr schnell wieder in die Spur zurückfand. Nachdem der HSC Suhr Aarau zur Pause 16:14 führte, kassierte er gleich nach Wiederbeginn vier Tore. Trainer Stevic bezog ein Timeout – und dieses zeigte sofort Wirkung. Nach dem 16:18 verkürzten die Hausherren nur Minuten danach zum 19:20. Und 15 Minuten vor Schluss war der Ausgleich dank des 21:21 von Patrik Hruscak Tatsache.

Hart umkämpftes Spiel

Das Spiel verkam zu einer regelrechten Schlacht. Keines der beiden Teams schenkte auch nur einen Zentimeter des Spielfeldes her. Zuweilen mutete das Geschehen ruppig an. Und dennoch behielt der HSC den kühleren Kopf. Dank grossartigen Paraden des eingewechselten Jannis Scheidiger verschaffte er sich auf der Zielgeraden einen Vorsprung – welchen er dann nicht wieder hergab. Mit einer weiteren Parade Scheidigers war der hoch einzustufende Sieg eingetütet. 27:26 stand am Schluss auf der Anzeigetafel.

Es ist das fünfte Meisterschaftsspiel hintereinander ohne Niederlage. Angesichts der Absenzenliste ist das vor allem eines: Beeindruckend.

Telegramm

Suhr Aarau - Pfadi Winterthur 27:26 (16:14)

674 Zuschauer. - SR Héctor Albert Gallardo/Oscar Albert Gallardo. - Strafen: 2mal 2 Minuten inklusive Disqualifikation (Slaninka/20.) gegen Suhr Aarau, 2mal 2 Minuten gegen Pfadi Winterthur.

Suhr Aarau: Marjanac (9 Paraden/1 Tor)/Scheidiger (5); Attenhofer, Bieri (1 Tor), Faluvégi (2), Gnehm, Gomboso, Hrušcák (7/3), Kalt (3), Kreuzer, Maric (5), Pejkovic (1), Sarlos (4), Slaninka (3), Willecke.

Pfadi Winterthur: Ahmetasevic (4 Paraden); Bräm (5 Tore), Bühlmann, Dörflinger, Freivogel, Heer (4), Jud (1), Lagerquist (2), Leopold (2/2), Lioi, Morros de Argila (1), Radovanovic (5), Ruh (1), Schönfeldt (1), Tynowski (4), Wipf.

Bemerkungen: Verschossene Penaltys 0:1.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 11. Dezember 2022 21:04
aktualisiert: 12. Dezember 2022 00:02