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Ein eidgenössisches Quartett und ein paar heisse Aussenseiter am Guggibad-Schwinget

Kampf im Sägemehl

Ein eidgenössisches Quartett und ein paar heisse Aussenseiter am Guggibad-Schwinget

· Online seit 23.04.2023, 08:54 Uhr
Mit dem Guggibad-Schwinget oberhalb von Buttwil wird im Kanton Aargau traditionell die Open-Air-Schwingsaison eröffnet. Am kleinen, aber feinen Regionalfest sind mit Nick Alpiger, Lukas Döbeli, Joel Strebel und Patrick Räbmatter vier Eidgenossen gemeldet. Den Festsieg dürfte dieses Quartett unter sich ausmachen.
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Joel Strebel, Nick Alpiger, Joel Strebel, Tobias Widmer, Nick Alpiger. Liest man die Siegerlisten der letzten fünf Ausgaben des Guggibad-Schwinget, dann wird schnell einmal klar, in welche Richtung sich auch am Sonntag, 23. April das sportliche Geschehen entwickeln wird. So die «AargauerZeitung». Das Regionalfest, welches oberhalb von Buttwil/Freiamt die Open-Air-Schwingsaison im Kanton Aargau eröffnet, war schon immer ein wenig ein Indikator für die aktuellen Kräfteverhältnisse in der Nordwestschweiz. 

Verfolgen Sie den Wettkampf ab 11.30 Uhr hier im Livestream.

Strebel gilt als Topfavorit

Im Vorjahr besiegte Joel Strebel im einem «Freiämter» Schlussgang Andreas Döbeli und holte sich seinen zweiten Festsieg nach 2018. Strebel wird auch heuer wieder einer der Topfavoriten auf den Guggibad-Titel sein. Seine gute Form unterstrich der Aristauer erst kürzlich bei seinem Sieg am Hallenschwinget im Lenzburg, wo er im Schlussgang Tobias Widmer bodigte.

Andreas Döbeli, der sechste, aktive Aargauer Eidgenosse, wird sein Heimfest heuer verpassen. Er kuriert immer noch seinen Kreuzbandriss aus, den er im vergangenen Sommer auf dem Weissenstein erlitten hat. Mit dabei ist dafür Bruder Lukas Döbeli, der sich im letzten August in Pratteln den Eidgenössischen Kranz gesichert hatte. Auch er wird in seiner näheren Heimat zweifellos ein ernsthafter Siegkandidat sein.

Widmer fällt aus

Ebenfalls frisch mit eidgenössischem Eichenlaub ausgestattet ist Tobias Widmer, der vor sechs Jahren, damals als 20-Jähriger, den Guggibad-Sieg holte. Er wurde diesmal ein Opfer der wetterbedingten Verschiebung um eine Woche und wird am Sonntag fehlen, da er in den Ferien weilt. Widmer wird man aber bereits am kommenden Sonntag beim Frühjahrs-Schwinget in Suhr wieder im Einsatz sehen können.

Der fünfte Aargauer Eidgenosse, Patrick Räbmatter, ist wie immer ein wenig eine Wundertüte. An einem guten Tag kann er seine Gegnerschaft förmlich plattwalzen und um den Sieg schwingen. Das Schwergewicht des Schwingklubs Zofingen ist aber auch immer für den einen oder anderen Ausrutscher anfällig.

Papa Nick Alpiger in der Favoritenrolle

Das gilt zweifellos auch für Nick Alpiger. Der Seoner, der für den Schwingklub Lenzburg an den Start geht, verpasste zuletzt das Hallenschwinget seines Heimatvereins, weil er just an jenem Wochenende Vater einer Tochter wurde. Jetzt ist der Zweitplatzierte von Pratteln aber wieder mit von der Partie und dürfte der Mann sein, den es oberhalb von Buttwil zu schlagen gilt.

Schliesslich wäre da noch die Armada der «Aussenseiter», die den Bösen gerne das eine oder andere Bein stellen würde. Interessante Namen aus dem Feld der Herausforderer sind Samuel Schmid (Fricktal), Oliver Hermann (Aarau), Kaj Hügli (Aarau) oder Reto Leuthard (Freiamt). Gespannt darf man auch sein, wie sich die zahlreich gemeldeten Jungschwinger (Jahrgänge 2005 bis 2007) schlagen werden. Die Zukunft des Nordwestschweizer Verbands präsentiert sich also ebenfalls zahlreich im Guggibad.

Die Dutzendschaft Gäste kommt aus der Innerschweiz (Schwingklub Cham-Ennetsee) und der Nordostschweiz (Schwingklubs Am Albis sowie Glatt- und Limmattal), darunter mit Teilverbandskranzer Marco Nägeli ein Schwinger, der durchaus ein Anwärter auf eine Top-Klassierung sein könnte.

veröffentlicht: 23. April 2023 08:54
aktualisiert: 23. April 2023 08:54
Quelle: Aargauer Zeitung

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