Rietheim

Aargauer Traktor-Videos gehen um die Welt

Michelle Brunner, 16. Januar 2023, 16:47 Uhr
Ein Smartphone und ein Traktor – mit diesen beiden Hilfsmitteln geht der Aargauer Philipp Schneider, Landwirt in Ausbildung, in den sozialen Medien derzeit viral. Mit einem solchen Erfolg hat der 18-Jährige nicht gerechnet.

Quelle: ArgoviaToday / Severin Mayer

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Mit Traktor-Videos einen Internet-Hit landen? Dass das funktioniert, hätte Philipp Schneider, Landwirt in Ausbildung, auch nicht gedacht. Doch seit mehreren Jahren veröffentlicht der 18-Jährige aus dem aargauischen Rietheim in den sozialen Medien Content, welcher weltweit konsumiert wird. Einige seiner Videos zählen bereits über eine halbe Million Aufrufe.

Den Beruf als Landwirt zeigen

Dass die Videos des 18-Jährigen bei den Leuten so gut ankommen, hätte Schneider nicht gedacht. Seine Karriere als Agrar-Influencer startete bereits in jungen Jahren, wie der Landwirt in Ausbildung verrät: «Ich habe mir vor einigen Jahren eine Drohne zugelegt. So kam ich auch zum Filmen und Videos schneiden.» Weil es damals Tiktok noch nicht gab, lud er die Videos auf Youtube. Erst später landete sein Content auf weiteren Plattformen. «Seit ich in der Lehre bin, habe ich nur wenig Freizeit. Tiktok kam mir da entgegen. Denn ich habe bemerkt, dass dort der Aufwand viel kleiner ist und die Videos sogar noch mehr Menschen erreichen.» Mittlerweile findet man auf seinem Tiktok-Account schon so einige Videos.

Auf seinen Kanälen wolle er den Zuschauenden den Beruf des Landwirts näher bringen, so Schneider: «Wenn auf dem Hof was Spannendes anfällt, dann nehme ich es auf. Wenn wir beispielsweise im Frühling etwas sähen, dann filme ich das.» Sein Content dreht sich hauptsächlich um seinen Alltag. Dass seine Eltern, Christian und Daniela Schneider, einen Hof in Rietheim besitzen, erleichtert ihm die Produktion der Videos. Spannend finden seine Inhalte jedoch nicht nur Leute aus der Landwirtschaft, sondern auch solche, welche «nicht mit dem Landleben verbunden sind», wie Schneider sagt.

«Schadenfreude kommt im Netz gut an»

Gut an kommen vor allem Videos mit folgendem Inhalt: «Die Leute mögen es, wenn ein Missgeschick passiert. Schadenfreude kommt im Netz halt immer gut an.» Und diese Schadenfreude machte sich auch in einem seiner ersten viralen Hits bemerkbar. «Ich realisierte, wie die Aufrufzahlen immer weiter stiegen. Als ich dann bei einer halben Million war, stellte ich mir vor, wie viele Fussballfelder ich mit dieser Zahl hätte füllen könnte», verrät der 18-Jährige.

Wie Statistiken von Schneiders Accounts zeigen, stammen die meisten Userinnen und User, welche seine Videos anklicken, aus der Schweiz. «Je nachdem, wie viral mein Video geht, kann man auch beobachten, dass die Benutzerinnen und Benutzer aus aller Welt kommen.» So weiss Schneider, dass einige seiner Followers aus den USA oder sogar aus dem asiatischen Raum stammen. Am begeisterten von seinen Videos ist jedoch sein Umfeld: «Sie finden es alle sehr cool und sind auch mega Fan von meinem Content. Wenn ich Videos hochlade, dann sprechen sie mich gleich darauf an», so der Landwirt in Ausbildung.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 12. Januar 2023 08:00
aktualisiert: 16. Januar 2023 16:47