Coronamassnahmen

2G-plus im Amateurfussball – das Ende der Hallenturniere?

Oliver Varga, 17. Dezember 2021, 22:03 Uhr
Am Freitag hat der Bundesrat entschieden, dass ab dem 20. Dezember eine 2G-plus-Regel bei «intensiven» Sportarten gilt. Darunter fällt auch der Hallenfussball. Die Amateur-Fussballclubs wechseln während des Winters traditionellerweise in die Halle. Auch diesen Winter?
Die Fussball-Hallenturniere dürften im Aargau diesen Winter rar werden.
© Urs Bucher/Tagblatt
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Für viele Amateurfussballer ist die Winterpause auch gleichzeitig eine der intensivsten Phasen. Denn während dieser Zeit finden überall im Aargau Hallenturniere statt, die sich wie «neue» Meisterschaften anfühlen und jeweils viele Zuschauer anziehen. Umso mehr schmerzt es Luigi Ponte, Präsident des Aargauer Fussballverbands (AFV), dass diese jetzt nicht stattfinden können: «Aus Gründen der Vernunft haben wir beim AFV entschieden, die Turniere abzusagen.» Lieber verzichte man jetzt darauf, damit die Rückrunde am 18. März in aller Ruhe gestartet werden kann. «In dieser Pandemie muss jetzt auch einfach die Vernunft vor der Freude stehen», so Ponte weiter.

Fussballclubs dürften eigene Turniere organisieren

Bei den abgesagten Turnieren handelt es sich um vier bis fünf Hallenturniere, welche durch den AFV organisiert werden. Die Clubs haben allerdings die Möglichkeit, eigene Turniere zu organisieren. Der AFV empfiehlt aber, diesen Winter auf die Hallenturniere zu verzichten. Eine Empfehlung, weil einzelne Gemeinden sowieso für sich entscheiden könnten, dass keine Fussballturniere stattfinden dürfen, so AFV-Präsident Ponte weiter. «Wir hoffen aber, dass auch die Clubs vernünftig sind und zugunsten der Rückrunde verzichten.»

Das Fussballerherz blutet

Wenn man Luigi Ponte sprechen hört, dann merkt man schnell, dass diese Entscheidung keine einfache war. «All diese Turniere sind sehr beliebt. Dass diese jetzt nicht stattfinden, schmerzt natürlich.» Die ganze Problematik sei einfach die Ungewissheit, was richtig und was falsch ist, erklärt Ponte weiter. «Und das ist das, was fast am meisten schmerzt. Weil eigentlich wollen wir gar nichts verbieten, schliesslich soll ja Fussball gespielt werden.» Die Unsicherheiten in der momentanen Situation seien aber einfach zu gross.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 18. Dezember 2021 06:10
aktualisiert: 18. Dezember 2021 06:10